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Hier finden Sie meine kleine Geschichte
und wie ich Sie unterstützen kann

Inhaltsverzeichnis:

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Was bin ich und weshalb diese Seite

Wer war/bin ich

Wie sieht es heute aus

Was gibt es noch zu sagen / so kann ich Sie untersützen

Die Kosten für meine Leistung

 

Was bin ich und weshalb diese Seite:

 

Zuerst einmal die Gruppenleitung der Selbsthilfegruppe. Ich werde natürlich noch von Gruppenmitgliedern unterstützt was man hier schon erwähnen sollte und gleich ein herzliches Dankeschön dafür.

Im Jahr 2014 habe ich aus persönlicher Überzeugung und Erfahrung die Selbsthilfegruppe mit der Unterstützung vom Caritas Zentrum Miesbach gegründet. Wie ich davon überzeugt worden bin und warum ich solche Erfahrungen sammeln durfte / musste finden Sie im nächsten Absatz.


 

Wer war/bin ich

 

Ein erfolgsorientierter Mensch, der bis zum Zusammenbruch sein Leben gelebt hat, mit allen Attributen, die dazu gehören, unter anderem etwa als der geborene Perfektionist, der es sich im Leben sowieso nicht so leicht macht. Meine Karriere stand für mich immer im Vordergrund, das fällt nicht schwer mit nahezu 25 Jahren Arbeit in leitenden Positionen. Gerade mal fünf Jahre hatte ich gebraucht, um bis dahin zu kommen.

Mein Beruf war mein Hobby und meine Gedanken drehten sich tagtäglich fast nur noch um den Job. Ich verdiente gutes Geld, nahm immer mehr Berufliches mit nach Hause, in Zeiten von Internet und Mobiltelefon keine Schwierigkeit. Einen Ausgleich vermisste ich nicht, war mein Beruf doch gleichzeitig mein Steckenpferd. Aber wenn man sich nicht mehr abgrenzen kann, steigt mit der Zeit ein unermesslicher Druck, der zunächst das Leben einfach mal so ein wenig beschleunigt. Ich war stolz darauf, ein großes Arbeitspensum täglich zu schaffen und mit wenig Schlaf auszukommen. Es dauerte noch ein wenig, bis ich merkte, das hier etwas vor sich ging, was ich nicht kontrollieren konnte, und nach einem Jahr kam dann der große Knall. 

Ich brach zusammen.

Das liegt nun einige Jahre zurück. Mit einigem Abstand betrachtet, musste ich mich schon im Vorfeld durch Symptome wie Depressionen, Zwänge, Grübeln, Versagensängste, Schuldgefühle und Schlafstörungen kämpfen. Das bedeutet, an keinem Platz, wo auch immer man sich befindet, zur Ruhe zu kommen. Nicht einmal mehr des Nachts, wenn alle anderen schlafen – das glaubt man zumindest – kann man noch Ruhe finden. So kann man sich das berühmte Hamsterrad vorstellen. Dazu kommen Schmerzen, für die es keine vernünftige Erklärung gibt. Daher auch keine rechtzeitige Therapie! Das ist ein Zustand, in dem jede sinnvolle Betätigung in Frage gestellt wird. All die genannten Faktoren begünstigen den totalen Erschöpfungszustand, Burnout-Syndrom genannt.

Es blieb mir nichts anderes übrig, ich musste mir Hilfe suchen. Ich machte eine Therapie in der Psychosomatischen Tagesklinik, Rehabilitationsmaßnahmen folgten. Mit Unterstützung von Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe und einer guten medikamentösen Einstellung mit Antidepressiva schaffte ich es wieder zurück ins normale Leben. Als Gegner von Medikamenten fiel mir das zunächst sehr schwer, konnte aber feststellen, dass man, voraus gesetzt, man ist gut eingestellt, sein Ziel schneller und leichter erreicht. Von einer guten Medikation ist keine Abhängigkeit zu befürchten.  

Ohne Werbung machen zu wollen, konnte ich feststellen, dass die Medikamente mich und andere Betroffene dabei unterstützt haben, alles mit einem größeren Abstand und mehr Gelassenheit zu betrachten. Und sich nicht mehr in dem hohen Maße mit den eigenen Problemen in einer Weise zu beschäftigen, dass man kaum mehr eine Chance hat, aus dem geschützten Raum ins Leben hinaus zu gehen. Sie kommen in die glückliche Lage, mit der Vergangenheit, der Gegenwart und irgendwann auch mit der Zukunft leben zu können und das auch wieder zu wollen. Man muss es auch mal so sehen: Warum einen Berg mit Sandalen besteigen, wenn man Bergschuhe angeboten bekommt. Es würde zwar gehen, aber mit dem richtigen Schuhwerk geht es eben besser! 

Zudem können mit Hilfe von Medikamenten doch viele der auftretenden gesundheitlichen Risiken abgewendet oder besser behandelt werden, denn zu einer verantwortungsbewussten Medikation gehört hier zum Beispiel auch die ständige Kontrolle des Blutdrucks und alles, was uns in unserem stressbelasteten Leben noch so bedroht. In den Kliniken wird im Zuge der Therapie auch auf Risikofaktoren wie Übergewicht, Cholesterin, Schilddrüse und auf weitere Erkrankungen geachtet und bei Bedarf lernt man, damit richtig umzugehen.  

Ich habe viele Mitpatienten mit diesen oder aber noch ganz anderen Problemen kennengelernt. Was ich außerdem gelernt habe in dieser Zeit, ist, dass durch Austausch von Erfahrungen und Problemen allein schon ganz erstaunliche Problemlösungen erarbeitet werden können. Ich glaube ab hier sollte klar sein warum die Selbsthilfegruppe und als Resultat diese Webseite ;)


 

Wie sieht es heute aus

 

Gut sieht es aus! Ich stehe wieder mitten drin im Berufsleben. Meine Krankheit hat mich ungefähr zwei Jahre aus dem Berufsalltag geworfen. Nach etwas Eingewöhnung in das Berufsleben stehe ich besser da denn je zuvor. Ich habe wieder eine anspruchsvolle Position gefunden, aber zu ganz anderen, für mich annehmbaren Bedingungen. Es klingt eigenartig, ist aber eine feststehende Tatsache: Diese Krankheit hat mich und mein Umfeld umdenken lassen. Oft schon habe ich festgestellt, dass diese Erkrankung wirklich nötig war, um in mein richtiges und bewusstes Leben und ins tägliche Erleben zurückzufinden. Es dreht sich nicht alles um Karriere, Erfolg und Geld! Man muss sein Leben annehmen, genießen, verweilen lernen und die Zeit nutzen, aber gerade auch für sich selbst und damit für die Familie und auch den Freundeskreis. Man darf sich nicht von einer Situation überfahren lassen. Das ist ab jetzt mein Lebensmotto!

Wieder bewusster Leben und Spaß haben, aber dabei nicht den Clown spielen. Jeden Tag und jede Stunde genießen, nein sagen lernen, Kräfte nicht sinnlos verplempern, sondern gezielt einsetzen. Inseln zwischen Beruf und für den „privaten Alltag“ finden und sich auch rechtzeitig zurückziehen und kräftig durchatmen. Auf den Körper hören, er sagt einem zur rechten Zeit, wann es genug ist.

Ja, mein Job war früher mein Hobby und es hat mir immer riesigen Spaß gemacht, mich zu engagieren, aber das ist heute nicht mehr das Gleiche. Ich habe durch diese Krankheit eine andere Sichtweise auch auf mich selbst bekommen. Mein Job ist zwar immer noch etwas, was ich sehr gerne und mit Engagement mache, aber wirklich nur noch in einer dafür angemessenen Zeit. In meinem Privatleben verliere ich keinen Gedanken an meinen Arbeitsplatz. Soziale Aspekte, die in meinem privaten Leben wichtig sind, haben sich in den Vordergrund gestellt!

Deshalb hier auch diese Webseite. Ich möchte gerne Betroffenen helfen, die diese Krankheit besiegen wollen und müssen. Und vermitteln, dass das auch funktionieren kann! Ich will ehrlich sein: Man muss sich helfen lassen wollen. Ob jedoch jedem geholfen werden kann, aus dem Teufelskreis heraus zu kommen, liegt nur bei dem Patienten und das setzt Selbsterkenntnis voraus.


 

Was gibt es noch zu sagen / so kann ich Sie untersützen

 

Jetzt einmal von der Selbsthilfegruppe abgesehen biete ich betroffene Personen welche sich gerade im Hamsterrad von Burnout / Depression / Ängsten oder Zwängen befinden meine Dienste bzw. Unterstützung an. Jemand der Sie einfach versteht und Diskretion als oberstes Gebot ansieht. Ich habe die letzten Jahre (naja mittlerweile sind es schon 10 Jahre geworden) so viel an Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln können da ist für Sie bestimmt auch was mit dabei. Es muss ja nicht jeden so gehen wie es bei mir am Anfang war und ich keine vernünftige Anlaufstelle hatte. Wenn man schon Monate warten muss bis man einen Termin beim Psychologen bekommt da kann die Wartezeit schon lange werden. Aber deshalb sind die meisten Fragen noch lange nicht beantwortet!

Hier können Probleme oder Fragen auftreten wo ich Sie evtl. unterstützen kann:

- Behörden und Ämter (z.B. Anträge)
- Ärzte & Therapeuten (z.B. Wartezeiten beschleunigen)
- bei Fragen wie „Wie bekomme ich einen Platz in einer psychosomatischen Klinik?
- Unterstützung bei Anträgen auf Rehabilitation (sind teilweise schon komplizierte & anstrengende Formulare)

Wichtig dazu:
Wie gehe ich mit abgelehnten Anträgen um? Nicht selten werden Anträge erst abgelehnt und nach einer größeren Wartezeit (bei mir waren das acht Monate) endlich bewilligt. Hier gibt es gute Alternativen, wenn man sie kennt oder weiß wo man weitere Auskünfte herbekommt.

- Unterstützung bei Anträgen auf Arbeitslosengeld
- Unterstützung bei Anträgen auf Krankengeld
- Wie bekomme ich möglichst rasche Hilfe vom Psychotherapeuten, einen Therapieplatz, einen Gesprächstermin und/oder begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie und andere fachärztliche Unterstützung.


 

Die Kosten für meine Leistung

 

Betroffene, Angehörige etc. können sich bei mir kostenlos beraten lassen (Ehrenamtlich). Gegen eine Tasse Kaffee :-) habe ich nichts einzuwenden.
Trauen Sie sich!

Ausdrücklich muss ich noch betonen:
Ich mache dieses außerhalb meiner Regel-Arbeitszeit und kann aus diesem Grund nur eine begrenzte Anzahl von Personen unterstützen. Fragen Sie trotzdem einfach nach!

Sie können mich erreichen: Kontakt (einfach anklicken)