Was sind Panikattacken

Bei einer Panikstörung kommt es zu wiederholten Angstattacken. Diese tritt für Betroffene meist ohne Vorwarnung und aus heiterem Himmel aus. Innerhalb von wenigen Minuten wird die Angst zunehmend stärker. Neben den psychischen Aspekten treten bei einer Angststörung auch körperliche Symptome auf, wie Herzklopfen, Herzrasen, Beklemmungsgefühle, Atemnot, Kurzatmigkeit, Zittern, Schwindel und Brustschmerzen. Durch diese ganzen Symptome haben die meisten bei einer Angststörung Todesangst gepaart mit Erwartungsangst vor der nächsten Attacke. Panikattacken treten häufig in Verbindung mit anderen Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout auf. 

Eine Panikattacke kann entweder einige Minuten bis zu einigen Stunden andauern. Meistens dauert eine Angstattacke jedoch um die 10 bis 30 Minuten an. Wenn sich bei dieser Angst die Symptome hauptsächlich auf das Herz konzentrieren, nennt man das Herzphobie. Unter dieser Panikstörung leiden sehr oft Männer im Alter von 30-40. Ein Auslöser speziell für die Herzphobie ist oftmals eine Erkrankung im näheren Umfeld oder eine zu intensive Beschäftigung mit diesem Thema.

 

Diagnose einer Angststörung

Damit ein Arzt bei einer Angststörung eine Diagnose stellen kann, erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch mit einem Psychiater, Arzt oder Psychotherapeuten. In diesem Gespräch werden unter anderem auch die Symptome des Patienten erfasst. Meist wird als Hilfestellung für das Gespräch ein Interview-Leitfaden oder ein Fragebogen genutzt. Generell wird eine Angststörung jedoch erst nach einem langen Leidensweg diagnostiziert. Denn besonders bei Betroffenen bei denen die Angststörung hauptsächlich mit körperlichen Beschwerden einhergeht, werden zunächst oft Fehldiagnosen gemacht, da die meisten zuerst nach körperlichen Gründen suchen. Im nächsten Schritt stellt der behandelnde Arzt fest, ob es sich bei der Angststörung um eine krankhafte oder um eine normale Angst handelt. 

Zusätzlich dazu ist es wichtig ob die Erkrankung im Rahmen einer anderen psychischen Erkrankung aufgetreten ist beispielsweise bei einer Depression oder bei einem Burnout-Syndrom. Außerdem muss festgestellt werden ob keine körperlichen Auslöser wie eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegen oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten der Auslöser sind. Daher ist es auch wichtig dass der Betroffene umfassend auch körperlich untersucht wird. 

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Stärke der Angststörung und wie lange sie schon besteht. Denn eine Panikstörung wird nur dann diagnostiziert wenn die Anfälle sich innerhalb eines Monats häufen und es zwischen den Anfällen auch angstfreie Zustände gab. Um das festzustellen werden auch oft Angsttagebücher geführt. Außerdem muss in diesem Tagebuch festgehalten werden, wann diese Attacken vorkommen und besonders in welchen Situationen. Durch dieses Tagebuch kann die Therapie ganz individuell gestaltet werden und auf den Patienten abgestimmt werden.


Die Therapie

Je früher eine Angststörung behandelt wird, desto besser. Die Therapie umfasst in der Regel die Einnahme von Medikamenten, sowie eine psychotherapeutische Therapie. Die Behandlung unterscheidet sich dabei auch je nachdem um welche Angststörung es sich handelt.

1. Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie sorgt dafür, dass der Betroffene zunächst erlernt, die Situationen die die Angst auslösen nicht mehr zu meiden. Außerdem sollte der Betroffene lernen wie eine Angststörung eigentlich entsteht.

2. Kognitive Therapie

Bei dieser Therapieform lernt der Betroffene welche Denkweisen dazu führen, dass die Angst aufrechterhalten bleibt. Im nächsten Schritt lernt er wie er diese Denkmuster verändern kann.

3. Systematische Desensibilisierung

Hierbei erstellt der Therapeut mit seinem Patienten eine Art Angsthierarchie. Hierbei werden die Situationen, die die Angst auslösen systematisch eingeordnet. Außerdem lernt der Patient wie er sich gezielt entspannen kann.

 

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